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Google-Kamerawagen bald im Ahrkreis unterwegs

Februar 15th, 2010 · 2 Kommentare

Kamerafahrzeuge von Google fahren in den nächsten Wochen durch den Kreis Ahrweiler, um Aufnahmen für den Internetdienst Google Streetview zu machen. Anschließend werde Google die Bilder mit Häusern und Straßenabschnitten im Internet veröffentlichen. Das teilt Ingrid Näkel-Surges, stellvertretende Vorsitzende des CDU-Kreisverbands Ahrweiler, mit.

Google Streetview sei für Internet-Nutzer aber „nur auf den ersten Blick kostenlos“, schreibt Näkel-Surges. Letztlich müssten alle Bürger „mit einem Verlust der Privatsphäre zahlen, der durch das millionenfache Abbilden von Häusern und Gärten entsteht“, zitiert sie die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ilse Aigner.

Es sei nicht auszuschließen, dass Menschen von den Google-Kameras in kompromittierenden Situationen aufgenommen werden. Außerdem sei möglich, „dass das Erscheinungsbild des eigenen Grundstücks, was man eigentlich nicht der Öffentlichkeit preisgeben wollte, plötzlich einer weltweiten Öffentlichkeit gezeigt wird.“ Immerhin lasse die äußere Gestaltung von Haus, Wohnung und Garten Rückschlüsse auf Ausstattung, finanzielle Verhältnisse, soziales Niveau und städtebauliche Einbindung, Infrastruktur, wirtschaftlichen Wert, Zugänglichkeit und vieles mehr zu. Die Google-Kameras seien in einer Höhe von 2,50 Metern angebracht, so dass auch über Hecken und Zäune gefilmt werden könne.

Bürgern, die sich dadurch in ihrer Privatsphäre verletzt sehen, weil auch persönliche Daten wie Autokennzeichen und Gesichter zu erkennen sein können, empfiehlt Näkel-Surges Widerspruch einzulegen.

Tags: Allgemein

2 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 sk-nippes // Feb 17, 2010 at 00:02

    Entschuldigung Frau Näkel-Surges, vielleicht sollten Sie sich erst mal Street View anschauen, bevor Sie dagegen hetzen. Als wir in den USA lebten, haben wir es gerne genutzt. Die Gefahren, die Sie beschwören, sind aber leicht überzogen. Die Bilder bei Google sind viel zu schlecht, um den Raubzug im Villenviertel zu organisieren. Jeder Einbrecher macht mit seinem Handy nützlichere Fotos. Google mag ja in Sachen Datenschutz problematisch sein, Street View ist vermutlich ihr harmlosestes Projekt. Und so viele FKK Partys finden zu dieser Jahreszeit im Kreis nicht statt. Die Touristik Branche sollte sich allerdings über Street View freuen.

  • 2 sk-nippes // Feb 17, 2010 at 13:35

    PS.: Wer sich über die Darstellung seines Zuhauses in Google Street View mokiert, den müsste konsequenterweise auch Webcams wie z.B. die auf dem Ahrweiler Marktplatz stören. Die zeichnet nämlich minutiös auf, wer alles die Laurentiuskirche durch das Südportal betritt und verlässt. Natürlich sind auch hier die Bilder so unscharf, dass man kaum eine Person zuordnen könnte. Hier der Link zur Webcam:
    http://www.voba-rheinahreifel.de/wir_fuer_sie/webcam.html

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